Ilse Lotte von Hofacker mit ihren fünf Kindern im Jahr 1939. Seit dem Kriegsausbruch kommt Ehemann und Vater Caesar von Hofacker nur noch selten nach Hause.

Dokumentation über “Die Kinder des 20. Juli” / ZDF-History erinnert an den 70. Jahrestag des Attentats auf Hitler (FOTO)

via in Vermischtes am 15. Juli 2014

Mainz (ots) –

70 Jahre nach dem Attentat auf Hitler sprechen “Die Kinder des 20.
Juli” am Sonntag, 20. Juli 2014, 23.25 Uhr, in der
“ZDF-History”-Dokumentation von Annette Baumeister erstmals offen
über die traumatischen Erlebnisse, die viele für ihr Leben prägten.

Als am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler scheitert, jagen die
Nationalsozialisten nicht nur die Widerstandskämpfer. Auch ihre
Kinder und Enkelkinder stehen auf der Fahndungsliste des Regimes. Sie
werden ihren Familien entrissen und in ein Kinderheim nach Bad Sachsa
bei Göttingen geschafft.

Erstmals im Fernsehen äußern sich Friedrich Wilhelm von Hase, Sohn
des Berliner Stadtkommandanten Paul von Hase, der bei der Operation
“Walküre” den Auftrag hatte, das Regierungsviertel in Berlin
abzuriegeln, Rainer Goerdeler, der Enkelsohn Carl Goerdelers, der
nach einem gelungenen Attentat Reichskanzler werden sollte, und
Christa Miller, geborene von Hofacker. Sie ist die Tochter des
Stauffenberg-Cousins Caesar von Hofacker, der in Paris für die
Umsetzung des Putsches zuständig war. Christa von Hofacker ist
dreizehn Jahre alt, als sie nach Bad Sachsa verschleppt wird. Neben
einem Interview hat sie auch der Veröffentlichung ihres alten
Tagebuchs zugestimmt. Es ist das einzige zeitgenössische schriftliche
Zeugnis über die Kinder der Widerstandskämpfer in Bad Sachsa.

“Wir sind dankbar, dass die Kinder des 20. Juli, die Jahrzehnte
lang zum eigenen Schicksal nach dem gescheiterten Attentat schwiegen,
nun darüber sprechen und ihre bewegenden wie beklemmenden Erlebnisse
schildern”, sagt Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion
Zeitgeschichte, “ihre Erfahrungen lassen spüren, welche Opfer der
‘Aufstand des Gewissens’ den Familien des Widerstands abverlangte.”

Hinweis für Redaktionen: Der Film steht ab Donnerstagnachmittag,
17. Juli 2014, zur Besprechung zur Verfügung.

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